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Veröffentlicht am: 27.11.2025 von Vibejournal Redaktion

Verfahrensbeistand werden: Das müssen Sie wissen

Wusstest du, dass in Deutschland über 100.000 Kinder jährlich in familienrechtliche Verfahren verwickelt sind? Diese Zahl verdeutlicht, wie wichtig die Rolle eines Verfahrensbeistands ist, der als Stimme des Kindes im Familiengericht fungiert. In diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte über die Tätigkeit des Verfahrensbeistands, dessen Aufgaben und Qualifikationen sowie den kritischen Prozess der Kindeswohlermittlung. Der Verfahrensbeistand spielt eine entscheidende Rolle in Sorgerechts- und Umgangsrechtsfragen und ist essentiell für das Wohl des Kindes.

Begleite uns auf dieser informativen Reise, um mehr über die erforderlichen Informationen und Anforderungen zu erfahren, die notwendig sind, um Verfahrensbeistand zu werden.

Wichtige Erkenntnisse

  • Rolle des Verfahrensbeistands im Familienrecht.
  • Wichtige Qualifikationen und Voraussetzungen.
  • Ablauf der Bestellung eines Verfahrensbeistands.
  • Die Bedeutung der Kindeswohlermittlung.
  • Berufsgruppen, die als Verfahrensbeistand geeignet sind.

Was ist ein Verfahrensbeistand?

Ein Verfahrensbeistand ist eine besonders wichtige Person in rechtlichen Streitigkeiten, die vom Familiengericht bestellt wird. Die Verfahrensbeistand Definition umfasst den Auftrag, die Interessen eines Kindes zu vertreten, insbesondere in Fällen, in denen die Ansichten des Kindes von den Interessen der Eltern abweichen. Die Bedeutung Verfahrensbeistand zeigt sich deutlich in Konflikten, die das Kindeswohl gefährden können.

Die Aufgabe Verfahrensbeistand besteht darin, die Wünsche und Bedürfnisse des Kindes zu ermitteln und diese dem Gericht klar und verständlich zu kommunizieren. Diese Rolle ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die Stimme des Kindes während des Verfahrens gehört wird. Ein Verfahrensbeistand wirkt als eine Art „Anwalt des Kindes“, um dessen rechtliche Interessen zu schützen und zu vertreten.

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Aufgaben und Verantwortlichkeiten eines Verfahrensbeistands

Die Aufgaben eines Verfahrensbeistands sind vielfältig und erfordern ein hohes Maß an Empathie und Engagement. Der Verfahrensbeistand hat die Verantwortung, die Wünsche und Bedürfnisse des Kindes in gerichtlichen Verfahren genau zu erfassen. Dabei führt er Gespräche mit dem Kind, um dessen Perspektive zu verstehen und zu dokumentieren.

Ein zentraler Bestandteil der Aufgaben Verfahrensbeistand ist die Analyse der familiären Situation. Dies beinhaltet die Erhebung von Informationen über die Lebensbedingungen des Kindes sowie über die Beziehungen zu den Eltern und weiteren Bezugspersonen. Basierend auf dieser Analyse erstellt der Verfahrensbeistand eine umfassende Stellungnahme für das Gericht.

Die Verantwortung des Verfahrensbeistands ist nicht zu unterschätzen. Er muss sicherstellen, dass das Kindeswohl im Mittelpunkt steht und dass der Wille des Kindes ohne jegliche Einflussnahme vonseiten der Eltern geäußert wird. Dies erfordert sowohl Sensibilität als auch die Fähigkeit, in schwierigen Situationen neutral zu bleiben.

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Insgesamt ist die Rolle des Verfahrensbeistands entscheidend für die Wahrung des Kindeswohls während des gesamten gerichtlichen Verfahrens. Seine Qualifikationen und seine Fähigkeit, effektiv zu kommunizieren, spielen eine wesentliche Rolle dabei, das bestmögliche Ergebnis für das Kind zu erreichen.

Verfahrensbeistand werden: Voraussetzungen und Qualifikationen

Um Verfahrensbeistand zu werden, sind bestimmte Voraussetzungen Verfahrensbeistand zu erfüllen. Diese beinhalten sowohl rechtliche Kenntnisse als auch fundierte psychologisch-pädagogische Fähigkeiten. Verfahrensbeistände müssen in der Lage sein, die komplexen emotionalen und sozialen Bedürfnisse von Kindern und deren Familien zu erkennen und darauf einzugehen.

Die Qualifikationen für einen Verfahrensbeistand erfordern eine ausgezeichnete kommunikative Kompetenz. Dies ist erforderlich, um effektiv mit verschiedenen Akteuren wie Familien, Gerichten und anderen Fachleuten zu kommunizieren. Eine besondere Ausbildung oder Fortbildung kann ebenfalls verlangt werden, je nach den Anforderungen des zuständigen Gerichts.

Die Auswahlkriterien können variieren, jedoch wird oft ein Nachweis über relevante Erfahrungen und Fähigkeiten erwartet. Dazu zählen unter anderem:

  • Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Familien
  • Kenntnisse im Familienrecht
  • Fähigkeiten zur Konfliktlösung und Mediation
  • Vertrautheit mit psychosozialen Aspekten

Zusätzlich kann eine Zusatzqualifikation als Verfahrensbeistand notwendig sein, um den spezifischen Anforderungen im jeweiligen Gerichtsbezirk gerecht zu werden. In einigen Fällen sind auch soziale Kompetenzen und Empathiefähigkeiten entscheidend, um das Vertrauen der Kinder und ihrer Familien zu gewinnen.

Zusammengefasst müssen angehende Verfahrensbeistände eine Kombination aus Fachwissen, praktischen Erfahrungen, persönlichen Qualitäten und spezifischen Voraussetzungen Verfahrensbeistand erfüllen, um diesen verantwortungsvollen Job erfolgreich ausführen zu können.

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Voraussetzungen Qualifikationen Anforderungen
Rechtliche Kenntnisse Kommunikative Kompetenz Nachweis relevanter Erfahrungen
Psychologisch-pädagogische Kenntnisse Fähigkeiten zur Konfliktlösung Zusatzqualifikation in einigen Fällen
Erfahrung mit Kindern Vertrautheit mit psychosozialen Aspekten Empathiefähigkeit
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Berufsgruppen, die als Verfahrensbeistand geeignet sind

Für die Position des Verfahrensbeistands stehen verschiedene Berufsgruppen zur Verfügung. Zu den geeigneten Berufsgruppen zählen Anwälte, Psychologen, Pädagogen und Erzieher. Diese Berufe zeichnen sich durch soziale Kompetenzen und Fachwissen aus, die für die Arbeit mit Kindern in herausfordernden Situationen unerlässlich sind.

Psychologen bringen ein tiefes Verständnis für emotionale und psychologische Bedürfnisse mit, was besonders wertvoll im Umgang mit traumatisierten Kindern ist. Pädagogen wiederum können durch ihre Erfahrungen im Bildungsbereich und in der Sozialarbeit eine wichtige Rolle spielen. Erzieher besitzen ebenfalls dafür erforderliches Wissen, um Kinder in Krisensituationen individuell zu unterstützen. Darüber hinaus können Mediatoren wertvolle Fähigkeiten einbringen, um Konflikte zu entschärfen und positive Lösungsansätze zu fördern.

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Die Vielfalt dieser Berufe bereichert die Arbeit des Verfahrensbeistands. Besonders wichtig ist ein empathischer Ansatz, wenn es darum geht, das Vertrauen der Kinder zu gewinnen. Eine starke Vernetzung zwischen diesen Berufsgruppen sorgt dafür, dass Kinder die bestmögliche Unterstützung in schwierigen Phasen ihres Lebens erhalten.

Wie wird ein Verfahrensbeistand bestellt?

Ein Verfahrensbeistand wird in der Regel durch das Familiengericht bestellt, insbesondere wenn es um komplexe Sorgerechts- oder Umgangsstreitigkeiten geht. Dieser Prozess beginnt oft mit einem Antrag, den Eltern stellen können, um ihre bevorzugte Person für den Verfahrensbeistand vorzuschlagen. Dennoch hat das Gericht die endgültige Entscheidung über die Bestellung Verfahrensbeistand.

Der Beistand wird am besten so früh wie möglich in den Prozess integriert, um sicherzustellen, dass das Wohl des Kindes im Mittelpunkt steht. Der verfahrensrechtliche Ansatz erfordert es, dass die Interessen des Kindes durch den Beistand gewahrt werden. Dies hilft nicht nur in der Phase der Entscheidungsfindung, sondern trägt auch dazu bei, das Kind während des gesamten Verfahrens emotional zu unterstützen.

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Schritte zur Bestellung eines Verfahrensbeistands Beschreibung
Antrag stellen Elternreich können einen Antrag beim Familiengericht einreichen und ihren Vorschlag für einen Beistand unterbreiten.
Prüfung durch das Gericht Das Familiengericht prüft den Antrag und die vorgeschlagene Person, um sicherzustellen, dass diese geeignet ist.
Entscheidung des Richters Der Richter entscheidet, ob der vorgeschlagene Beistand bestellt wird oder ob eine andere Person berufen wird.
Einbindung des Beistands Nach der Bestellung nimmt der Beistand schnellstmöglich Kontakt zu den beteiligten Parteien und dem Kind auf.

Die Bestellung Verfahrensbeistand stellt sicher, dass die Stimme des Kindes im Prozess gehört wird und dessen Bedürfnisse in den Mittelpunkt aller Entscheidungen gestellt werden. Das Familiengericht spielt bei diesem Prozess eine entscheidende Rolle, indem es die geeigneten Personen auswählt, die die Interessen Minors vertreten.

Die Rolle des Verfahrensbeistands im Familiengericht

Im Familiengericht hat der Verfahrensbeistand eine wesentliche Aufgabe. Er tritt als Vertreter des Kindes auf und bringt dessen Interessen in den Entscheidungsprozess ein. Während die Eltern sowie deren rechtliche Vertreter ihre Positionen darlegen, ist die Stellungnahme des Verfahrensbeistands entscheidend für das Gericht. Die Rolle des Verfahrensbeistands besteht darin, sowohl die objektiven als auch die subjektiven Interessen des Kindes zu berücksichtigen.

Ziel ist es, das Kindeswohl zu sichern. Der Verfahrensbeistand analysiert die Situation und sorgt dafür, dass die Belange des Kindes angemessen in die Entscheidungen des Gerichts einfließen. Dies erfordert ein hohes Maß an Empathie, Verständnis und Fachwissen im Umgang mit den komplexen Dynamiken innerhalb der Familie.

Verfahrensbeistand werden: Das müssen Sie wissen über die Bewerbung

Um Verfahrensbeistand zu werden, ist es entscheidend, sich direkt bei einem Familiengericht zu bewerben. Bei der Bewerbung Verfahrensbeistand ist es notwendig, die entsprechenden Anforderungen zu erfüllen. Dazu gehören der Nachweis über relevante Qualifikationen und Erfahrungen in diesem Bereich.

In vielen Fällen wird auch eine weitere Ausbildung oder Zertifizierung benötigt, um die Fachkompetenz sicherzustellen. Der Prozess der Bewerbung kann verschiedene Schritte umfassen:

  1. Einreichung der Bewerbungsunterlagen
  2. Vorstellungsgespräch beim Familiengericht
  3. Gegebenenfalls Teilnahme an einer speziellen Schulung

Die gründliche Vorbereitung auf die Bewerbung kann den Unterschied zwischen einer erfolgreichen und einer weniger erfolgreichen Bewerbung ausmachen. Daher lohnt es sich, die Anforderungen gründlich zu recherchieren und sich entsprechend vorzubereiten.

Der Prozess der Kindeswohlermittlung

Der Prozess der Kindeswohlermittlung beginnt mit der Beauftragung des Verfahrensbeistands durch das Gericht. Dieser spielt eine entscheidende Rolle, indem er Gespräche mit dem Kind führt, um dessen Wünsche und Bedürfnisse zu verstehen. Es ist von größter Bedeutung, dass diese Meinungsäußerung nicht durch Dritte beeinflusst wird. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, erstellt der Verfahrensbeistand eine schriftliche Stellungnahme, die die ermittelten Informationen zusammenfasst.

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Die Stellungnahme bildet die Grundlage für die gerichtliche Entscheidungsfindung. In ihr werden die wesentlichen Aspekte der Kindeswohlermittlung dokumentiert und bieten dem Gericht wertvolle Einblicke in die Perspektive des Kindes. Anhand dieser Informationen erfolgt dann eine fundierte Einschätzung im Sinne des Kindeswohls, was in vielen Fällen für die anschließende Urteilsfindung entscheidend ist.

Herausforderungen im Umgang mit Kindern

Die Arbeit als Verfahrensbeistand bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich, insbesondere im Umgang mit Kindern, die emotional belastet sind. Sensibilität im Umgang mit den Bedürfnissen der Kinder ist unerlässlich, um eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen. Eine solche Beziehung bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und ermöglicht es Kindern, sich zu öffnen und ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken.

Zusätzlich müssen Verfahrensbeistände der emotionalen Manipulation durch Eltern professionell begegnen. Eine klare Wahrnehmung der Authentizität der Bedürfnisse des Kindes ist entscheidend, um deren Wohlergehen zu schützen. Empathie spielt hier eine zentrale Rolle, da sie den Verfahrensbeiständen hilft, die Perspektiven der Kinder zu verstehen und entsprechend zu reagieren.

Honorierung und finanzielle Aspekte für Verfahrensbeistände

Die Honorierung Verfahrensbeistand ist ein wichtiger Aspekt, den angehende Beistände beachten sollten. In der Regel erhalten sie eine Pauschale von etwa 550 EUR pro Kind, die durch die Staatskasse getragen wird. Dieses Honorar bietet eine nützliche finanzielle Grundlage, doch es sollte klar sein, dass die Tätigkeit oft als Nebentätigkeit ausgeübt wird und nicht als hauptberuflicher Job gilt.

Die finanziellen Aspekte der Vergütung beeinflussen die Entscheidung von Personen, Verfahrensbeistände zu werden. Potenzielle Beistände sollten sich über die Vergütung sowie mögliche Nebeneinnahmen bewusst sein. Eine klare Vorstellung der finanziellen Rahmenbedingungen hilft, realistische Erwartungen an die Tätigkeit zu entwickeln und die eigene Zeit effizient zu planen.

Aspekt Details
Honorierung pro Kind 550 EUR
Zahlung durch Staatskasse
Tätigkeit als Nebentätigkeit
Durchschnittliche Stunden pro Fall 5-10 Stunden

Verfahrensbeistand im Kontext von Sorgerecht und Umgangsrecht

Der Verfahrensbeistand spielt eine zentrale Rolle in Verfahren zu Sorgerecht und Umgangsrecht. In Situationen, in denen Eltern möglicherweise gegensätzliche Ansprüche vertreten, ist es seine Aufgabe, die Interessen des Kindes in den Vordergrund zu stellen. Dies geschieht durch eine gründliche Analyse und Beurteilung der gegebenen Umstände, um die bestmögliche Entscheidung für das Kind zu unterstützen.

Seine Stellungnahme kann maßgeblich zur gerichtlichen Entscheidung beitragen, da er unabhängige Perspektiven bietet, die über die Argumente der Eltern hinausgehen. Die Wahrung des Kindeswohls steht dabei immer an erster Stelle. Ein Verfahrensbeistand kann weitreichende Einsichten über die Familiendynamik erhalten und seine Beobachtungen der Gerichtsbarkeit präsentieren.

Die Zusammenarbeit zwischen Verfahrensbeistand, Gericht und den Eltern ist entscheidend. Klare Kommunikation und ein offenes Ohr für alle Seiten helfen, Vertrauen aufzubauen. Dies ist besonders wichtig, um ein respektvolles und produktives Umfeld zu schaffen, das dem Kindeswohl dient.

Aspekte Verfahrensbeistand Eltern
Interessenvertretung Fokussiert auf das Kindeswohl Vertreten persönliche Ansprüche
Rolle im Verfahren Unabhängiger Berater Direkte Beteiligte
Verbindung zum Gericht Präsentiert Erkenntnisse Reagiert auf Gerichtsanfragen
Vertraulichkeit Schützt Informationen des Kindes Teilt relevante Informationen

Die Aufgaben des Verfahrensbeistands sind umfassend und erfordern sowohl Empathie als auch Kommunikationsgeschick. Für Eltern ist das Verständnis dieser Rolle unerlässlich, um den Prozess des Sorgerechts und Umgangsrechts erfolgreich zu navigieren.

Die Bedeutung von Kommunikation und Empathie

Für einen erfolgreichen Verfahrensbeistand sind Kommunikation und Empathie unerlässlich. Diese Fähigkeiten helfen dem Beistand, eine vertrauensvolle Beziehung zum Kind aufzubauen. Indem er eine offene Gesprächsatmosphäre schafft, können die Bedürfnisse des Kindes besser erfasst werden.

Empathie spielt eine zentrale Rolle im Prozess. Ein empathisches Zuhören ermöglicht es dem Verfahrensbeistand, die echten Wünsche und Sorgen des Kindes zu verstehen und diese beim Gericht entsprechend zu vertreten. Dies wiederum trägt entscheidend zum Kindeswohl bei, da es sicherstellt, dass die Perspektive des Kindes in Entscheidungsprozesse einfließt.

Durch gezielte Kommunikationsstrategien kann der Verfahrensbeistand sicherstellen, dass das Kind sich gehört und respektiert fühlt. Diese Ansätze sind nicht nur entscheidend für die Datenerhebung, sondern auch für die langfristige Unterstützung des Kindes während des Verfahrens.

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Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Tätigkeit als Verfahrensbeistand

Die Rolle des Verfahrensbeistands erfordert eine strukturierte Herangehensweise. Die Anleitung Verfahrensbeistand beginnt mit den notwendigen Qualifikationen, die potenzielle Bewerber erfüllen müssen. Dazu zählen vor allem Kenntnisse im Familienrecht, pädagogische Fähigkeiten sowie Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Diese ersten Schritte sind entscheidend, um den Anforderungen des Gerichts gerecht zu werden.

Im Anschluss an die Bewerbung folgt die intensive Auseinandersetzung mit den Aufgaben im Gericht. Die Tätigkeiten umfassen die Kommunikation mit dem betroffenen Kind, das Verständnis seiner Bedürfnisse sowie die Erstellung einer fundierten Stellungnahme. Diese Stellungnahme ist ein zentrales Dokument, das dem Gericht hilft, fundierte Entscheidungen über das Kindeswohl zu treffen.

Darüber hinaus ist die Zusammenarbeit mit dem Gericht und anderen Parteien von großer Bedeutung. Eine transparente Kommunikation stärkt das Vertrauen und fördert ein positives Arbeitsumfeld. Letztlich sind diese Schritte essenziell, um als Verfahrensbeistand erfolgreich tätig zu sein und den Kindern in schwierigen Lebenssituationen bestmöglich zu helfen.

FAQ

Was sind die Hauptaufgaben eines Verfahrensbeistands?

Die Hauptaufgaben eines Verfahrensbeistands bestehen darin, die Wünsche und Bedürfnisse des Kindes in gerichtlichen Verfahren zu ermitteln, Gespräche mit dem Kind zu führen, die familiäre Situation zu analysieren und eine schriftliche Stellungnahme für das Gericht zu erstellen.

Welche Qualifikationen sind erforderlich, um Verfahrensbeistand zu werden?

Um Verfahrensbeistand zu werden, sind sowohl rechtliche als auch psychologisch-pädagogische Kenntnisse erforderlich. Eine hohe kommunikative Kompetenz ist wichtig, und manchmal wird eine Zusatzqualifikation oder Weiterbildung gefordert.

Wie wird ein Verfahrensbeistand bestellt?

Ein Verfahrensbeistand wird in der Regel durch das Familiengericht bestellt. Eltern können Vorschläge unterbreiten, jedoch trifft der Richter letztendlich die Entscheidung. Es ist wichtig, den Beistand so früh wie möglich im Verfahren einzusetzen.

Wer kann als Verfahrensbeistand tätig werden?

Verschiedene Berufsgruppen können als Verfahrensbeistände in Betracht kommen, darunter Anwälte, Psychologen, Pädagogen, Mediatoren und Erzieher, die über die nötigen sozialen Kompetenzen und Fachkenntnisse verfügen.

Was sollten Sie über die Vergütung eines Verfahrensbeistands wissen?

Verfahrensbeistände erhalten in der Regel eine Pauschale von etwa 550 EUR pro Kind, die von der Staatskasse übernommen wird. Die Tätigkeit wird häufig als Nebentätigkeit ausgeübt, daher ist die finanzielle Vergütung ein wichtiger Aspekt bei der Entscheidung.

Wie beeinflusst der Verfahrensbeistand die gerichtliche Entscheidung?

Der Verfahrensbeistand spielt eine zentrale Rolle in Verfahren zu Sorgerecht und Umgangsrecht. Seine Stellungnahme liefert objektive Informationen über die Bedürfnisse des Kindes und kann maßgeblich zur Entscheidungsfindung des Gerichts beitragen.

Welche Herausforderungen begegnen Verfahrensbeiständen bei ihrer Arbeit?

Verfahrensbeistände müssen sensibel auf die emotionalen Bedürfnisse von Kindern eingehen, insbesondere bei traumatisierten Kindern. Sie müssen auch professionell auf die emotionale Manipulation durch Eltern reagieren, um die authentischen Bedürfnisse des Kindes zu erfassen.

Welche Rolle spielen Kommunikation und Empathie im Beruf des Verfahrensbeistands?

Kommunikation und Empathie sind für die Tätigkeit eines Verfahrensbeistands von großer Bedeutung. Der Beistand muss Vertrauen aufbauen können und eine offene Gesprächsatmosphäre schaffen, um die echten Bedürfnisse und Wünsche des Kindes zu erfassen.

Wie sieht der Prozess der Kindeswohlermittlung aus?

Der Prozess beginnt mit der Beauftragung des Verfahrensbeistands durch das Gericht. Dieser führt Gespräche mit dem Kind, um dessen Wünsche und Bedürfnisse zu verstehen, und erstellt daraufhin eine schriftliche Stellungnahme, die dem Gericht vorgelegt wird.